Gentechnik Schweiz!

Erstmal möchten wir als VAS erwähnen, dass wir in einem Gentech-Moratorium leben.

Doch was bedeutet diese Moratorium eigentlich? Das M0ratorium ist in 3 Sätzen zusammengefasst so auszulegen:

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist in der Schweiz verboten. Eine Ausnahme gilt lediglich für Forschungszwecke.

Das Gentech M0ratorium dauert noch bis 2017, es könne nicht verlängert werden, warum auch immer…

Siehe Artikel des BAFU

Nun steht hier aber wiederum:

Zwischen 2008 und 2012 wurden keine gentechnisch veränderten Futtermittel in die Schweiz importiert, obwohl dies rechtlich möglich ist. Eine gentechnisch veränderte Soja- und zwei gentechnisch veränderte Maissorten sind in der Schweiz als Lebens- und Futtermittel zugelassen und sind auf dem internationalen Markt erhältlich.
Das erste Mal seit 2007 wurden 2013 erneut gentechnisch veränderte Futtermittel in die Schweiz eingeführt. Diese müssen entsprechend gekennzeichnet werden, wenn sie zum Verkauf angeboten werden. Es handelt sich 2013 ausschliesslich um Futtermittel für den Haustierbereich. Zudem macht die eingeführte Menge nur einen sehr kleinen Anteil der Gesamtmenge aus.

Siehe Pdf BLW

 

Irgendwie wiederspricht sich das doch…dass der Anbau verboten ist und trotzdem insgesamt 3 GVO Pflanzenprodukte in der Schweiz zugelassen sind…auch als Lebensmittel

Wir verstehen schon…der Anbau ist wohl verboten, ausser für Forschungszwecke…aber warum dürfen GVO Produkte überhaupt verkauft werden hier? Auch hier sollte doch ein Vorsorgeprinzip gelten, denn WIR die Bevölkerung sind doch keine Versuchobjekte für die Agroindustrie, oder doch?

 

Dann kommen wir hier mal zu den GVO’s in den Futtermitteln.

Hier nun zur direkten Auflistung aller GVO Pflanzen, die in der Schweiz als Futtermittel zugelassen sind.

Wir sehen hier rund 4 GVO’s die komplett mit allen Bestandteilen und 6 teilweise hierfür verwendet werden dürfen!

Soja (alle Materialien): Roundup Ready MON40-3-2

als Sojaextraktionsschrot oder als Sojakuchen: A2704-12,MON89788,356043,A5547-127,MON87701,MON87701xMON89788

Mais (alle Materialien): Bt11, MON810,Bt176

MON Steht jeweils für MONSANTO!

Dann 35 sorten die als als Maiskleber oder als Maiskleberfutter oder als Maisspindelmehl verwendet werden dürfen:

T25, NK603, GA21, Bt11xGA21, DAS1507, DAS1507xNK603, DAS1507xDAS59122, DAS1507xDAS59122xNK603, MON863, MON863xNK603, MON863xMON810, MON863xMON810xNK603, NK603xMON810, DAS59122, DAS59122xNK603, MON89034, MON89034xNK603, MON88017, MON88017xMON810, MIR604, MON89034xMON88017, MIR604xGA21, Bt11xMIR604, Bt11xMIR604xGA21, MIR 162, MON89034xDAS1507xMON88017xDAS59122, MON89034xDAS1507xMON88017, MON89034xDAS1507xDAS59122, MON89034xMON88017xDAS59122, DAS1507xMON88017xDAS59122, MON89034xDAS1507, MON89034xDAS59122, DAS1507xMON88017, MON88017xDAS59122, MON89034xDAS1507xNK603

MON Steht jeweils für MONSANTO!

Toleriert bis zu 0.5% (Artikel 68):

Sojabohnen: A2704-12, MON89788, 356043, A5547-127, MON87701, MON87701xMON89788

Maiskörner: GA21xMON810 *, T25, NK603, GA21, Bt11xGA21, DAS1507, DAS1507xNK603, DAS1507xDAS59122, DAS1507xDAS59122xNK603, MON863, MON863xNK603, MON863xMON810, MON863xMON810xNK603, NK603xMON810, DAS59122, DAS59122xNK603, MON89034, MON89034xNK603, MON88017, MON88017xMON810, MIR604, MON89034xMON88017, MIR604xGA21, Bt11xMIR604, Bt11xMIR604xGA21, MIR162, MON89034xDAS1507xMON88017xDAS59122, MON89034xDAS1507xMON88017, MON89034xDAS1507xDAS59122, MON89034xMON88017xDAS59122, DAS1507xMON88017xDAS59122, MON89034xDAS1507, MON89034xDAS59122, DAS1507xMON88017, MON88017xDAS59122, MON89034xDAS1507xNK603

Raps und Nebenprodukte: MS8, RF3, MS8xFR3, GT73, T45 (HCN28), MS1, RF2, MS1xRF2 *, Topas 19/2 (HCN92) *, MS1, RF1, MS1xRF1

Baumwollsaat und Nebenprodukte: LLCotton25, MON1445, MON15985, MON1445x15985, MON531, MON531xMON1445, GHB614, DAS-24236-5xDAS-21Ø23-5

Zuckerrüben und Nebenprodukte: H7-1

Kartoffel und Nebenprodukte: EH92-527-1 (Amflora)

MON Steht jeweils für MONSANTO!

* diese Produkte wurden in der EU vom Markt gezogen, sie werden jedoch als Spuren toleriert.
Quelle: http://ec.europa.eu/food/dyna/gm_register/index_en.cfm
19.12.2013

Hier zum Original

 

Wenn Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen im Futtermittel enthalten sind, welche bei uns nicht zugelassen sind, die aber in den USA und Kanada zugelassen wurden, Diese mit Bewilligung vom Bund, allenfalls trotzdem zugelasssen werden können.

 

Hier nun zum Text des Pdf’s der BLW:

 

Interpretationshilfe des Artikel 68 Absatz 2 der Futtermittelverordnung

Bewilligung gemäss Art. 68 Abs. 2 für jeden einzelnen schon eingeführten Posten erforderlich, wenn die Partie eines eingeführten Ausgangsprodukts unbeabsichtigt Spuren nicht zugelassenergentechnisch veränderter Organismen auf, die nicht auf der Liste der zugelassenen und tolerierten GVO als Futtermittel aufgeführt sind, so kann das Bundesamt das Inverkehrbringen von Futtermitteln, die solche Spuren enthalten, auf Gesuch in Ausnahmefällen zulassen, wenn:

a. der Anteil der Verunreinigung höchstens 0,5 Prozent beträgt;
b. diese Organismen in Kanada oder den USA legal als Futtermittel in Verkehr gebracht werden
dürfen;
c. geeignete Nachweismethoden und Referenzmaterialien verfügbar sind;
d. der Gesuchsteller mithilfe geeigneter Massnahmen eine Verunreinigung von Lebensmitteln
ausschliessen kann; und
e. der Gesuchsteller die nötigen Angaben liefert, damit überprüft werden kann, ob die Bedingungen
nach den Buchstaben a-d erfüllt sind.
gemäss Artikel 68 Absatz 2 Buchstabe b in den USA und Kanada zugelassene GVO:
Soja

A5547-127
A5547-35
A2704-12
A2704-21
DP-305423 (High Oleic Soybean)
DP-356043
G94-1
G94-19
G168
ACS-GM003-1 (GU262)
ACS-GM001-8 (W62, W98)
MON87701
MON87705-6
Mais DKB-89790-5 (B16, DLL25)
DAS-06275-8
DKB-89614-9 (DBT418)
Event 3272
Event 98140
ACS-ZM004-3 (CHB-351, StarLink)
REN-00038-3 (LYO038)
MIR162
MON80100
MON802
MON809
MON832
MON89034xTC1507xMON88017xDAS59122-7

ACS-ZM001-9 (MS3)
ACS-ZM005-4 (MS6)
PH-000676-7 (676)
PH-000678-9 (678)
PH-000680-2 (680)
T14
TC-6275
DP-32138-1
MON87460
Raps RF1
RF2
23-18-17 (CGN-89111-8)
23-198
MON89249-2 (GT200)
HCN10
PGS1
PGS2
OXY-235
Baumwolle

MON-00757-7 (MON757, Bollgard insect resistant)
MON-89924-2 (MON1076, Bollgard)
MON-89383-1 (1698, Roundup Ready)
MON-15985-7 (15985, Bollgard II)
DD-019-51A-7
DAS-24236-5 (281-24-236)
DAS-21023-5 (3006-210-23)
31807
31808
BXN-10211-9 (BXN)
SYN-IR102-7 (COT102)
SYN-IR67B-1 (COT67B)
DAS-21023-5xDAS24236-5
BCS-GH002-5 (GHB614)
MON88913
COT67B
T304-40XGHB119
Luzerne

MON-00101-8 (J101)
MON-00163-7 (J163)
Leinsaat

CDC-FL001-2 (FP967, Triffid))
Kartoffel

ATBT04-X (X=6,27,30,31 oder 36)
SPBT02-X (X=5 oder7)
BTX (X=6,10,12,16,17,18 oder 23)
RBMT15-101
SEMT15-02 oder SEMT15-15
RBMT21-X (X=129 oder 350)
RBMT22-082
Reis LLRice06
LLRice62
LLRice601
Zuckerrübe

GTSB77
T120-7
Weizen

MON71800

 

MON Steht jeweils für MONSANTO!

Quellen:
USA http://www.aphis.usda.gov/biotechnology/not_reg.html
Kanada http://www.hc-sc.gc.ca/fn-an/gmf-agm/appro/index-eng.php
http://www.inspection.gc.ca/english/plaveg/bio/dde.shtml
CBD https://bch.cbd.int/database/lmo-registry/

und hier zum Originaldokument

Abschliessend stellt also VAS die folgende Schlussfolgerung:

In der Schweiz dürfen zwar wegen dem Gentechmoratorium KEINE Gentechpflanzen angebaute werden, AUSSER ZU FORSCHUNGSZWECKEN* (?), jedoch gibt es GVO’s die als Lebensmittel zugelassen sind und eine erhebliche Anzahl von GVO’s, die entweder komplett oder teilweise für Futterzwecke verwendet werden dürfen! *Trotz der Gefahr von Kontamination und Ressistenzbildung!

Also ergo: Die Schweiz ist leider keinesfalls komplett Gentechfrei…mit oder ohne M0ratorium…trotz allem Schütz dieses die Bevölkerung vor unkontrolliertem Anbau.

Da dieses nicht mehr verlängert werden kann, laut den Aussagen unserer Regierung, fordern wir als VAS ein komplettes Gentech-VERBOT im Landwirtschafts- und Lebensmittel- sowie Futtermittelsektor, wie auch bei Tieren und ein Verbot für Patentierungen von Lebewesen aller Art!!!

Besten Dank für Eure Aufmerksamkeit!

Euer VAS-Team

 Weitere interessante Links:

Bei diesem Link bitten wir Euch, mit der Migros Kontakt aufzunehmen, denn wir verstehen das gar nicht!!!

Gentech Verbotener Senf bei der Migros!

«Ökotest» fand in getestetem Senf Gen-Raps, darunter sogar in einem Bioprodukt. Unter den belasteten Senfen ist auch einer, den die Migros in der Schweiz verkauft.

Das Produkt bleibt vorläufig im Regal

Mediensprecherin Monika Weibel lässt verlauten, man werde sich des Themas annehmen, man wolle den verunrei­nigten Senf aber vorläufig nicht aus den Regalen nehmen.

zum Artikel hier

nano vom 13.06.2014
Verbote von Gentech-Pflanzen – Mehr Spielraum / Gespräch mit Christoph Then
zum Artikel hier

Die Zahl der gentechnisch veränderten Versuchstiere steigt weiter
03.07.2014 | Tiere in der Medizin zum Artikel hier

Gentech-Moratorium, Breiter Widerstand gegen Änderung des Gentechnikgesetzes15. Mai 2013, 08:03  zum Artikel hier

GVO-Anbau in der Schweiz: Diskussion mit interessierten Kreisen über mögliche Optionen
Bern, 03.07.2014  zum Artikel hier

Moratoriumsverlängerung  zum Artikel hier

ETH Bibliothek, Biotechnologie und Welthunger zum Artikel hier

UVA Revue, Bio-dynamische Getreidezüchtung feiert Jubiläum zum Artikel hier

Gentechnisch veränderte Pflanzen beschleunigen den Biodiversitätsverlust
 zum Artikel hier

Die Gentechnikfalle
 zum Artikel hier

Gentechnisch manipulierte Lebensmittel: Kein Schweizer Problem?
 zum Artikel hier

Hier ein paar Berichte von economiesuisse, die behauptete schon mehrfach, wie wichtig die Gentechnik doch für uns Schweizer wäre.

Für uns VAS ist es unverständlich und lächerlich, diese Angstmacherei!

 

Weitere Verlängerung des Gentech-Moratoriums schadet dem Forschungs- und Wirtschaftsstandort Schweiz
27.09.2012 zum Artikel hier

Erfolg versprechende Technologien nicht länger ausbremsen
30.01.2013 zum Artikel hier

Chancen der Gentechnik endlich ernst nehmen
28.03.2013 zum Artikel hier


Für einen pragmatischen Umgang mit der grünen Gentechnologie
14.05.2013 zum Artikel hier

Wobei wir diesen Artikel besonders tragisch finden!!!

17.10.2013
«Null-Risiko-Mentalität» – ein Wohlstandsproblem mit gravierenden Folgen
Zwölf CE­Os von Welt­konzernen wie Bayer, BASF, Henkel, IBM, Novartis und Syn­genta ha­ben ei­nen offenen Brief an die Präsiden­ten der EU-Kommissi­on, des EU-Rats und des Eu­ropäi­schen Parla­ments verfasst. Sie kri­tisie­ren dar­in die unverhältnismässige Anwendung des Vorsorge­prinzips in diver­sen Be­rei­chen der Wirt­schaft, bei­spielsweise in der In­formati­ons­tech­no­logie, der Bio­tech­no­logie oder der che­mi­schen Indus­trie. Die Kri­tik wäre auch in der Schweiz ange­bracht, wie drei Bei­spiele zei­gen.

zum Artikel hier

 

 

 

Veröffentlicht unter Gesundheit, GVO / GMO, Informationen, Konzerne, News, Schweiz