Pflugloser Ackerbau, Öko?

Pflugloser Ackerbau mit Glyphosat soll also ökologisch und klimafreundlich sein, für Mensch, Tier und Umwelt?
Und das, obwohl es viele Studien zur Gefährlichkeit zu Glyphosat gibt?

Wir als VAS sind nicht gegen den pfluglosen Ackerbau, jedoch in Kombination mit Glyphosat, ganz bestimmt!

Nun stelle ich es mal so dar wie wir es sehen:

Vorteile:
-Der Bauer spart Zeit und Arbeit, weil er nicht mehr ackern muss oder manuell die Unkräuter entfernen.
-Pharma und Saatgut-Vertreiber lachen sich ins Fäustchen, endlich eine ökologische Anbaumethode, die Gift enthält…
-Alles läuft wie am Schnürchen…Roundup und das richtige Saatgut hierfür (Bezug bei den Agrarmultis)…und man muss fast nix mehr tun.

Nachteile:
-Es wird vom Schutz der Bodentiere gesprochen, jedoch werden genau die mit einem guten „Schluck* Glyphosat eliminiert.
-Es wird vom Schutz des Bodens selber gesprochen, doch auch hier das selbe Problem…mit Gift schütz man keinen Boden.
-Boden und Wasser wird vergiftet
-Gift geht ins Grundwasser, fast jeder von uns hat heute schon Glyphosat im Urin, ohne das er vlt. weiss, was das überhaupt ist.
-Früher oder später wird man die direkten Einflüsse von Glyphosat auch auf dem Feld selber sehen können, Stichwort: Superunkräuter.
-Aufgabe der Felder durch die Bauern in der Schweiz wie in den USA, da Superunkräuter überhand nehmen.

Hier nun zu den Berichten:

Pro Natura Schweiz schreibt:

Europaweite Studie: Pestizid-Rückstände auch in Schweizer Urin
http://www.pronatura.ch/news-de/items/europaweite-studie-pestizid-rueckstaende-auch-in-schweizer-urin


Bitte die Pdf’s beachten:
http://www.pronatura.ch/news-de/items/europaweite-studie-pestizid-rueckstaende-auch-in-schweizer-urin?file=tl_files/dokumente_de/2_unsere_themen/landwirtschaft/Pro%20Natura%20Hintergrund%20Glyphosat.pdf

und
http://www.pronatura.ch/news-de/items/europaweite-studie-pestizid-rueckstaende-auch-in-schweizer-urin?file=tl_files/dokumente_de/4_medien/2013_MC/13.06.13%20Pestizid-Rueckstaende%20auch%20in%20Schweizer%20Urin.pdf

Auch der schweizer Bauer schriebt:

Glyphosat in Urinproben nachgewiesen
Was uns besonders auffällt ist diese Interpretation:
Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kommt zu diesem Schluss. Urin sei ein effizientes Ausscheidungmittel für Glyphosat. Von Tierversuchen sei bekannt, dass über 90% des eingenommenen Glyphosats nach 24 Stunden wieder vom Körper ausgeschieden und nicht im Körper angereichert werde. Es gebe keinen Grund, wegen der nun veröffentlichten Studie die Risiken für den Menschen neu zu beurteilen.
http://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/pflanzenschutz/glyphosat-in-urinproben-nachgewiesen-11000.html


Erste RESSISTENZ gegen Glyphosat IN DER SCHWEIZ:
http://www.landwirtschaft.ch/de/aktuell/agronews/detail/article/2014/02/10/erstmals-resistenz-gegen-glyphosat-in-der-schweiz/

und
http://www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2014/02/10/erstmals-resistenz-gegen-glyphosat-in-der-schweiz.aspx

und
http://www.agroscope.admin.ch/aktuell/00198/05306/index.html?lang=de&download=NHzLpZig7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCFeX19g2ym162dpYbUzd,Gpd6emK2Oz9aGodetmqaN19XI2IdvoaCUZ,s-


Hier das Umweltinstitut München e.V. zum Thema Glyphosat:
http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Glyphosat%20ist%20giftig-Roundup%20noch%20schlimmer.pdf

und
http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Druckprodukte/Gentechnik/PDF/Faltblatt_Genluegen_web.pdf
Mehr als 200.000 Unterschriften gegen Allestöter Roundup:
http://www.umweltinstitut.org/images/newsletter/2014_01_16/PM_Roundup_14.01.14.pdf


Hier ein Bericht, der unter anderem auch die Sikkation, also das „totreifen“ durch Herbizide erklärt, welches im Gegensatz zur EU in der Schweiz zum Glück verboten ist. http://agrarinfo.ch/glyphosat-co/
Ausserdem enthält dieser Bericht einen Link einer Studie, die darauf hinweist, dass Glyphosat Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes und Krebs den Weg ebnen sowie zu Depressionen, Herzinfarkten und Unfruchtbarkeit führen könnte.


Auch hier ein paar sehr empfehlenswerte Studien:
http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/roundup-und-gentechnik-pflanzen.html
-Studie bestätigt Giftigkeit von Glyphosat-Zusatzstoffen
-Der Stand der Forschung zu Glyphosat
-Studie: Zell- und DNS-Schäden in Mund und Rachen durch Roundup
-Gesundheitsrisiken durch Pestizide in Gentechnik-Landwirtschaft
-Bericht: EU ignoriert Gefahren durch Roundup
-Glyphosat & Agro-Gentechnik
-Vorsicht „Giftmischer“: Gentechnisch veränderte Pflanzen in Futter- und Lebensmitteln
-GV-Soja: Nachhaltig? Veranwortungsbewusst?
-Séralini: Schädigung menschlicher Zellen durch Glyphosat
-Mehr Gift durch den Anbau von Gentechnik-Pflanzen

Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament – Martin Häusling:

Allround-Killer Glyphosat – Totspritzen von Getreide sofort untersagen
http://www.martin-haeusling.eu/themen/klima-umwelt-bodenschutz-pestizide/469-13-06-13-allround-killer-glyphosat-totspritzen-von-getreide-sofort-untersagen.html

Cyberkrieg auf dem Acker – Was blüht uns da?
http://www.martin-haeusling.eu/images/attachments/140113_Broschuere_Gentechnik2_Web.pdf

Nun kommen wie hier mal zu einem interessanten „Gegenbericht“ des Departement Bau, Verkehr und Umwelt aus dem Kanton Aargau vom 20. März 2014:

https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/bvu/dokumente_2/umwelt__natur___landschaft/naturschutz_1/Schlussbericht_Spritzversuch_Aargau_low.pdf

 

Besonders anstössig finden wir die Schlussfolgerung im Bericht. Die Tatsache, dass dem Bericht noch Syngentablätter beigelegt sind, finden wir seltsam:

 

Die Risikoabschätzung für die Abdrift und die Abschwemmung von Glyphosat konnte zeigen, dass auch im Wors Case Szenario ohne Berücksichtigung des Winds und ohne weitere Schutzmassnahmen, die EQS-Grenzwerte für Glyphosat (UK) eingehalten werden können. Folglich können unter strengen Auflagen noch bedeutend geringere Belastungen für das Gewässer erwartet werden.Tatsächlich belegen die Ergebnisse des Spritzversuchs mit Fluoreszenz-Tracer, dass unter standardisierten Bedingungen vor allem hinsichtlich Wind und verwendeter Spritzdüse, eine Abdrift fast ganz ausgeschlossen werden kann.
Die Untersuchung hat gezeigt, dass es möglich ist, mit geschultem Personal, unter kontrollierten Bedingungen und mit spezifischen Schutzmassnahmen Glyphosat bis nahe ans Gewässer anzuwenden, ohne die Umwelt zu gefährden. Mit den durchgeführten Studien sollte das BAFU nun über die nötigen Grundlagen verfügen, um den Kantonen Ausnahmebewilligungen für örtlich und zeitlich begrenzte und von Fachpersonen durchgeführte und begleitete Spritzversuche mit Glyphosat zu erteilen

Was wir auch nicht verstehen ist, wieso der Bund Direktsaaten und Streifensaaten subventioniert…eigentlich könnte man hier doch von direkten Geschenken für die Agrarriesen für Roundup sprechen, finden wir.
Falls die Bedingungen so gesteckt wären, dass eben kein Glyphosat oder ein vergleichbar, gefährliches Herbizid verwendet werden dürfte , dann würden wir es sogar unterstützen!

Beiträge oder Fördergelder oder Projekte in der Schweiz für Direktsaat:

Kanton Aargau: http://www.liebegg.ch/html/ressourcen_dokumente.php
Kanton Bern: http://www.vol.be.ch/vol/de/index/landwirtschaft/landwirtschaft/bodenschutz/foerderprogramm_bodenkantonbern.html
Kanton Freiburg seit 2003: Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg, Station für Tierproduktion und Pflanzenbau, Landwirtschaft und Umwelt, Rte de Grangeneuve 31, 1725 Posieux, Toni Lehmann (026 305 58 69), lehmann@fr.ch
Kanton Luzern: Dienststelle Landwirtschaft und Wald, Herr Franz Stadelmann, Tel 041 / 925 10 50  franz.stadelmann@lu.ch
Kanton Solothurn: Direktsaat-Pilot-Projekt wurde eingestellt. Infos unter: BZ Wallierhof,  4533 Riedholz, Tel: 032 627 09 62.

Hier die Ansicht der Grünen der EU hierzu:
http://www.gruene-europa.de/glyphosat-einsatz-darf-nicht-mehr-mit-bodenschutzetikett-verkauft-und-gefoerdert-werden-11164.html

Wir als VAS fordern als Konsequenz:

Ein sofortiges Verbot von Glyphosat!!!

Wir sind nicht der Meinung, dass die pfluglose Ackerbearbeitung unökologisch ist, jedoch mit dem Einsatz von Glyphosat, ganz bestimmt!

Pflugloser Ackerbau JA, jedoch ohne Einsatz von Glyphosat!

Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Euer VAS Team

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